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Bezahlen und Geld abheben in Thailand: Automatengebühren, Umrechnung, PromptPay

Von Tobias Gensicke, Ende 30, lebt seit 2025 in Pattaya und zeigt den Alltag in Videos auf TikTok und Facebook (@thailandratgeber) · geprüfter Stand: 23. Oktober 2026 · zuletzt geändert: 24. Oktober 2026

Kontaktloses Bezahlen mit Smartphone und QR-Code-Leser
Symbolbild · Foto: Pexels

Kurz gesagt: Thailändische Banken verlangen für jede Abhebung mit einer ausländischen Karte eine eigene Gebühr, bei Bangkok Bank, Kasikornbank, Siam Commercial Bank, Krungsri und Krungthai nach deren Tarifen 250 Baht mit Visa und 350 Baht mit Mastercard, zusätzlich zu den Entgelten der eigenen Bank (abgerufen am 23. Oktober 2026). Weil die Gebühr je Vorgang anfällt, sind wenige große Abhebungen günstiger als viele kleine; Krungthai begrenzt die einzelne Abhebung mit ausländischer Visa- oder Mastercard auf 20.000 Baht. Bietet ein Automat oder Terminal die Abrechnung in Euro an, wählen Sie Baht, denn die Betreiber berechnen dafür nach der BaFin oft einen erheblichen Kursaufschlag, Krungthai am Automaten 5 Prozent des Betrags. PromptPay läuft nach der Bank of Thailand über ein thailändisches Bankkonto oder eine angeschlossene E-Wallet; ohne Thai-Konto bleiben in den ersten Monaten meist Bargeld und Karte. Ein Thai-Konto bekommen Inhaber eines Touristenvisums, einer visumfreien Einreise, eines Bildungsvisums oder eines DTV 2026 nach Berichten von Beratern und Betroffenen meist nicht.

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Wer zum Probewohnen nach Thailand kommt, hat in den ersten Monaten meist kein thailändisches Konto. Bargeld kommt dann aus dem Automaten, und jede Abhebung mit einer deutschen, österreichischen oder Schweizer Karte kostet eine feste Gebühr der thailändischen Bank. Dieser Artikel zeigt, was die fünf großen Banken nach ihren eigenen Tarifen verlangen, wann die Umrechnung in Euro teuer wird und wofür man PromptPay braucht. Alle Bankangaben habe ich am 23. Oktober 2026 auf den offiziellen Seiten abgerufen.

Was eine Abhebung mit ausländischer Karte kostet

Thailändische Geldautomaten berechnen ausländischen Karten eine eigene Gebühr je Abhebung. Sie kommt zu dem hinzu, was Ihre eigene Bank für den Karteneinsatz verlangt. Die fünf großen Banken nennen in ihren Gebührentabellen für Visa und Mastercard dieselben Beträge:

BankVisaMastercardTarif
Bangkok Bank250 Baht350 BahtTabelle gültig ab 1. Oktober 2026, Betrag nach der Tabelle seit 11. März 2026
Kasikornbank250 Baht350 Bahtgültig ab 25. August 2026
Siam Commercial Bank250 Baht350 Bahtgültig ab 1. September 2026
Krungsri (Bank of Ayudhya)250 Baht350 Bahtgültig ab 11. März 2026
Krungthai Bank250 Baht350 BahtTabelle in der Fassung ab 12. Oktober 2026

Bei 38 Baht je Euro sind das rund 6,60 Euro mit Visa und rund 9,20 Euro mit Mastercard pro Vorgang. Für UnionPay- und JCB-Karten nennen mehrere der Tarife ebenfalls 250 Baht. Krungthai berechnet die Gebühr nach ihrem Tarif nur für Abhebungen, die tatsächlich ausgeführt wurden.

Was Ihre eigene Bank zusätzlich verlangt, steht in deren Preisverzeichnis. Die BaFin weist darauf hin, dass manche Kreditkartenanbieter außerhalb des Euroraums ein Auslandseinsatzentgelt berechnen, und manche deutschen Direktbanken erstatten Fremdgebühren je nach Kontomodell. Wie sich Konten in Deutschland nach dem Wegzug halten lassen, steht im Artikel deutsche Konten und Depots behalten.

Höchstbetrag je Abhebung: seltener und größer abheben

Weil die Gebühr je Vorgang anfällt, entscheidet die Zahl der Abhebungen über die Kosten. Wer im Monat viermal 5.000 Baht abhebt, zahlt mit Visa 1.000 Baht Gebühr auf 20.000 Baht, also fünf Prozent, mit Mastercard 1.400 Baht, also sieben Prozent. Wer einmal 20.000 Baht abhebt, zahlt 250 oder 350 Baht, rund ein bis knapp zwei Prozent.

Wie viel ein Automat auf einmal auszahlt, steht nur bei einer der fünf Banken im Tarif: Krungthai begrenzt die Abhebung mit ausländischer Visa- oder Mastercard auf höchstens 20.000 Baht je Vorgang. Die Tarife der anderen vier Banken nennen dazu keinen Betrag. Erfahrungsgemäß liegt die Grenze häufig bei 20.000 bis 30.000 Baht je Abhebung; eine amtliche oder bankübergreifende Zahl dazu habe ich nicht gefunden.

Bargeld gibt es bei einigen Banken auch am Schalter, ebenfalls gegen Gebühr. Krungthai nennt dafür 200 Baht je Vorgang mit ausländischer Visa- oder Mastercard. Krungsri verlangt 200 Baht für Auszahlungen mit ausländischer Visa-Karte am Kartenterminal in Filialen und Wechselstuben der Bank. Die Siam Commercial Bank nennt 180 Baht für ausländische Visa- und Mastercard am Terminal in der Filiale, schließt ausländische Debit- und ATM-Karten davon aber ausdrücklich aus.

Umrechnung in Euro (DCC) ablehnen

Manche Automaten und Kartenterminals bieten an, den Betrag sofort in Euro abzurechnen. Das heißt Sofortumrechnung oder Dynamic Currency Conversion (DCC). Die BaFin schreibt dazu, Betreiber lockten mit einem festen oder garantierten Kurs, berechneten dabei aber oft einen erheblichen Kursaufschlag zu ihren Gunsten. In aller Regel sei es günstiger, darauf zu verzichten; dann rechnet Ihre Bank zum aktuellen Kurs um. Die Verbraucherzentrale rät, vor der PIN-Eingabe zu prüfen, dass der Betrag in der Landeswährung angezeigt wird.

Was das in Thailand kosten kann, steht im Tarif von Krungthai: Wählt der Kunde am Automaten die Umrechnung in die Währung seiner Heimatbank, berechnet Krungthai zusätzlich 5 Prozent des abgehobenen Betrags, an ihren Kartenterminals und in ihrem Online-Bezahldienst 3 bis 5 Prozent. Bei 20.000 Baht mit Mastercard wären das 350 Baht Automatengebühr plus 1.000 Baht für die Umrechnung. Wählen Sie also immer Baht.

Kartenzahlung und Bargeld im Alltag

Karten werden in Supermärkten, Kaufhäusern und größeren Restaurants akzeptiert, in kleineren Betrieben oft nicht. Manche Betriebe erheben bei Kartenzahlung einen Aufschlag. Bargeld bleibt für Märkte, Straßenküchen, Rollertaxis und kleinere Vermieter unverzichtbar.

Bargeld brauchen Sie unter Umständen schon bei der Ankunft. Das Generalkonsulat Frankfurt nennt für die visumfreie Einreise ausreichende Mittel von 20.000 Baht pro Person und 40.000 Baht pro Familie, die Botschaft Berlin für Inhaber eines Touristen- oder Non-Immigrant-Visums umgerechnet mindestens 20.000 Baht in bar, als Familie 40.000 Baht (geprüft am 28. September 2026). Mit welchen Monatskosten Sie insgesamt rechnen sollten, zeigt der Artikel zu den Lebenshaltungskosten in Thailand; eine schnelle Schätzung für Ihre Stadt liefert der Kostenrechner.

PromptPay und Thai-QR: wer es nutzen kann

PromptPay ist Thailands Sofortzahlungssystem, gestartet 2016. Überwiesen wird an eine Handynummer, eine thailändische Ausweisnummer (Citizen ID) oder eine Kontonummer, und mit Thai QR Payment wird an der Kasse ein QR-Code mit der Banking-App gescannt. Vom Restaurant bis zum Straßenstand wird so bezahlt.

Die Voraussetzung nennt die Bank of Thailand ausdrücklich: Wer PromptPay nutzen will, verknüpft ein bestehendes Bankkonto mit seiner Ausweis- oder Handynummer, über App, Online-Banking, Automat oder Filiale. In ihren häufigen Fragen schreibt die Bank of Thailand, dass Ausländer PromptPay nutzen können, wenn sie ein Bankkonto haben; sie verknüpfen es dann mit ihrer Handynummer. Daneben gibt es PromptPay für E-Wallets, über das Geld zwischen E-Wallet und Bankkonto fließt. Ob ein E-Wallet-Anbieter Ausländern ein Konto eröffnet und mit welchem Aufenthaltstitel, klären Sie beim Anbieter.

Die Bank of Thailand listet grenzüberschreitende Verbindungen von PromptPay und Thai QR mit Kambodscha, Japan, Malaysia, Vietnam, Singapur, Indonesien, Hongkong, Laos, Korea und China (Übersicht Stand Mai 2026); über einen Teil davon bezahlen Besucher aus diesen Ländern Thai-QR-Codes mit der App ihrer Heimatbank. Deutschland, Österreich und die Schweiz stehen nicht auf der Liste.

Praktisch heißt das: Ohne thailändisches Konto zahlen Sie meist bar oder mit Karte, außer Sie bekommen eine an PromptPay angeschlossene E-Wallet oder können die unten beschriebene PromptPay-Funktion von Wise nutzen. Das Konto ist der Engpass, denn Berater und Betroffene berichten für 2026, dass Banken Inhabern eines Touristenvisums, einer visumfreien Einreise, eines Bildungsvisums (ED) oder eines DTV in der Regel kein Konto mehr eröffnen; eine veröffentlichte amtliche Vorgabe dazu wurde bei der Prüfung nicht gefunden. Welche Unterlagen die Filialen verlangen, steht im Artikel Bankkonto in Thailand eröffnen.

Wise kündigt für Privatkunden mit thailändischer Adresse nach der Umstellung Zahlungen per PromptPay QR an, bis 10.000 Baht je Transaktion. Mit einer Wise-Karte, die zu einem Konto mit thailändischer Adresse gehört, lässt sich nach der Umstellung in Thailand aber kein Bargeld mehr am Automaten abheben; für von Wise Thailand ausgegebene Karten gilt das nach der Kartenseite schon jetzt (Stand 23. Oktober 2026). Termine und Limits stehen im Artikel Wise in Thailand 2026.

Wechselstuben: woran Sie eine zugelassene erkennen

Euro-Bargeld lässt sich bei Geldwechslern tauschen, die eine Lizenz nach dem thailändischen Devisenrecht brauchen. Die Bank of Thailand schreibt ihnen in einer Bekanntmachung vor, gut sichtbar im Geschäft oder elektronisch vor dem Tausch anzuzeigen:

Kauft die Wechselstube ausländische Banknoten von Ihnen, darf sie seit dem 24. Januar 2026 höchstens den Gegenwert von 800.000 Baht pro Tag und Kunde annehmen; kleine Wechsler an Grenzübergängen und in bestimmten Tourismusgebieten höchstens 200.000 Baht. Sie muss einen verlässlichen Ausweis sehen, eine Kopie davon aber bei keinem Betrag verlangen. Für jeden Tausch muss sie Ihnen einen Beleg mit ihrem Namen, Ihren Ausweisdaten, Datum, Betrag und Kurs aushändigen. Ob ein Wechsler zugelassen ist, lässt sich in der Datenbank „BOT License Check“ der Bank of Thailand nachsehen; die Lizenzart heißt dort „Money Changer“. Welche Wechselstube den besten Kurs bietet, sagt keine amtliche Quelle.

Kapitel 16 des Handbuchs rechnet die Wege, Geld nach Thailand zu bringen, an einem konstruierten Beispielfall mit rund 51.000 Baht Monatsbedarf durch: Automat, Transfer und beides kombiniert. Das Buch finden Sie unter Auswandern nach Thailand; die kostenlose Checkliste mit Leseprobe fasst zusammen, was vor dem Umzug zu erledigen ist.

Häufige Fragen

Wie hoch ist die Gebühr am Geldautomaten in Thailand?

Bei Bangkok Bank, Kasikornbank, Siam Commercial Bank, Krungsri und Krungthai 250 Baht je Abhebung mit einer ausländischen Visa-Karte und 350 Baht mit Mastercard, nach den Tarifen, die am 23. Oktober 2026 auf den Seiten der Banken standen. Dazu kommen die Entgelte Ihrer eigenen Bank.

Gibt es Automaten ohne Gebühr für ausländische Karten?

In den Tarifen der fünf großen Banken nicht; alle nennen eine Gebühr für ausländische Visa- und Mastercard. Ob Ihre eigene Bank Fremdgebühren erstattet, steht in deren Kontobedingungen.

Kann ich als Ausländer PromptPay nutzen?

Ja, wenn Sie ein thailändisches Bankkonto haben: Nach der Bank of Thailand verknüpfen Ausländer es mit ihrer Handynummer. Ohne thailändisches Bankkonto bleibt eine an PromptPay angeschlossene E-Wallet, sofern ein Anbieter Ihnen eine eröffnet; Wise kündigt PromptPay-QR-Zahlungen zudem für Privatkunden mit thailändischer Adresse nach der Umstellung an (Voraussetzungen im Artikel Wise in Thailand 2026). Banking-Apps aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sind nach der Übersicht der Bank of Thailand (Stand Mai 2026) nicht mit Thai QR verbunden.

Soll ich am Automaten in Euro oder in Baht abrechnen?

In Baht. Bei der Sofortumrechnung in Euro berechnen die Betreiber nach der BaFin oft einen erheblichen Kursaufschlag, darauf zu verzichten ist in aller Regel günstiger; Krungthai nennt in ihrem Tarif 5 Prozent des abgehobenen Betrags.

Stand und Quellen: 23. Oktober 2026. Die Automatengebühren stammen aus den Gebührentabellen der Banken, abgerufen am 23. Oktober 2026: Bangkok Bank (Ziffer 35.7), Kasikornbank (Ziffer 18), Siam Commercial Bank, Krungsri und Krungthai (Ziffer 2.6, dort auch Höchstbetrag und Umrechnungsentgelt). Banken ändern ihre Tarife; maßgeblich ist der Aushang am Automaten. PromptPay, E-Wallet und Auslandsverbindungen: Bank of Thailand, Seiten PromptPay und Cross-border Payment sowie FAQ 1 zu PromptPay. Wechselstuben: Bekanntmachung des Devisenkontrollbeamten zu lizenzierten Geldwechslern.pdf) (konsolidiert bis Fassung Nr. 8, in Kraft seit 24. Januar 2026) und BOT License Check. Sofortumrechnung: BaFin und Verbraucherzentrale (Stand 1. Juli 2024). Dieser Artikel ist keine Finanzberatung.

Dieser Artikel informiert über die Rechtslage zum genannten Stand und ersetzt keine Rechts-, Steuer- oder Versicherungsberatung im Einzelfall. Thailändisches Visumsrecht und deutsches Steuer- und Sozialrecht ändern sich unabhängig voneinander; prüfen Sie vor jeder verbindlichen Entscheidung den aktuellen Stand bei der zuständigen Stelle.

Fehlt Ihnen hier eine Frage? Schreiben Sie mir an post@thailandratgeber.de. Fragen, die viele betreffen, beantworte ich hier in den häufigen Fragen, ohne Namen. Eine Rechts- oder Steuerberatung im Einzelfall kann ich nicht geben.

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Quellen

Im Text verlinkte Quellen, geprüfter Stand: 23. Oktober 2026. Maßgeblich ist jeweils die aktuelle Fassung der Behörde oder des Anbieters.